Asiatische Gegensätze

08.24.10

In vielen Nationen der Welt klafft die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinander. Auch in den asiatischen Ländern ist das oft der Fall. Während in den großen Metropolen die Wirtschaft boomt und das Leben pulsiert, sieht es auf dem Land ganz anders aus: Hier leben die meisten Menschen unterhalb der Armutsgrenze und müssen jeden Tag aufs Neue ums Überleben kämpfen.

Die Metropole Shanghai

Shanghai ist die wichtigste Industriestadt Chinas. Mit 18,9 Millionen Einwohnern ist sie ein bedeutendes Bildungszentrum und beherbergt neben zahlreichen Universitäten, Hochschulen und Forschungszentren auch viele kulturelle Einrichtungen wie Museen und Theater. Denkmäler und historische Bauten sind nicht weit von hell mit Neonlicht beleuchteten Einkaufsstraßen zu finden.

Neben Kultur und Bildung ist es vor allem die Wirtschaft, die Shanghai auszeichnet. Als drittgrößter Containerhafen der Welt ist Shanghai ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, nicht nur auf nationaler, sondern auch auf internationaler Ebene. Viele internationale Unternehmen der Bio-, IT- und Mikroelektronikbranche haben sich hier niedergelassen. Auch Textil- und Unterhaltungsindustrie boomen. Zahlreiche große Kaufhäuser und Boutiquen bieten Luxusartikel aus dem In- und Ausland an; Bars, Teehäuser und Restaurants locken die Gäste mit asiatischen Spezialitäten.

Und die asiatische Landbevölkerung?

Natürlich gibt es in Asiens Metropolen viele soziale Brennpunkte, doch auch die asiatische Landbevölkerung hat mit vielen Problemen zu kämpfen. Das Leben an oder sogar unterhalb der Armutsgrenze zwingt schon kleine Kinder dazu, die Schule aufzugeben und zu arbeiten, um die eigene Familie zu unterstützen. Diese Arbeit findet oft auf Plantagen oder Feldern unter den schlimmsten Bedingungen statt: Die Arbeitszeiten sind lang, beginnen bei Sonnenaufgang und enden erst nach Sonnenuntergang. Und trotz harter körperlicher Arbeit ist der Lohn erschreckend gering.

Auch die gesundheitlichen Bedingungen lassen zu wünschen übrig. Oft werden die Felder mit Pestiziden und anderen Schädlingsbekämpfungsmitteln vor einem Insektenbefall geschützt. Während Landarbeiter in Europa entweder die passende Schutzkleidung oder gesundheitsschonende Mittel in einem Schädlingsbekämpfung Shop kaufen, fehlt den asiatischen Bauern diese Möglichkeit. Sie sind jeden Tag von morgens bis abends giftigen Stoffen ausgesetzt, die zu Lungenentzündungen, Erblindung oder sogar zum Tod führen können. Unterstützung erfahren die Menschen dort nur durch entsprechende Hilfsprojekte oder durch den Beistand von internationalen Hilfsorganisationen.

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